Feuer auf Tivoli
Kurz nachdem wir angekommen waren, brach auf einer Nachbarfarm von Tivoli durch Blitzschlag ein Feuer aus. Um diese Jahreszeit gibt es häufig Gewitter. Oft handelt es sich um trockene Gewitter, bei denen kein Tropfen Regen fällt. Diese sind die Ursache für häufige Brände. Die trockene Weide fängt nach einem Blitzschlag sofort Feuer, welches sich dann in rasender Geschwindigkeit ausbreiten kann. Die Farmer müssen sich in diesem Fall selber helfen, die nächste Feuerwehr aus Windhoek würde 2 Stunden brauchen !
| schon von weitem war das Feuer als Rauchwand zu erkennen. | |
Die meisten Farmer (und auch Herr Schreiber) besitzen
Wasserspritzen, die mit einem kleinen Dieselaggregat angetrieben werden. Zwischendurch
muss an den Wasserquellen neues Wasser gefasst werden. In die Tanks auf dem Auto passen
ca. 500 Liter, die nach ca. 20-30 Minuten aufgebraucht sind. |
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Als ich mich zum mitfahren bei der Löschaktion entschlossen hatte, hatte ich mir die Sache nicht so brisant vorgestellt. Das Feuer war wesentlich größer als ursprünglich angenommen und der starke Wind sorgte zudem dafür, daß sich aus dem einen Feuer bald ein halbes Dutzend Feuerherde entwickelten. |
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Beim Löschen fährt einer das "Löschauto", während ein anderer mit dem Schlauch die Flammen ausspritzt. Ein weiterer Arbeiter hebt den Schlauch über Büsche und Bäume, damit er nicht hängenbleibt. |
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Der Rauch sorgte bei allen Beteiligten in kurzer Zeit für starkes Augenbrennen und Husten. Einige Male drehte auch der Wind, und das Feuer kam mit großer Geschwindigkeit zurück. In diesem Fall musste man sich durch einen Sprung auf das fahrende Auto in Sicherheit bringen. |
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Jeder verfügbare "Mann" wurde bei dem Löscheinsatz benötigt. Auch dieser Junge, der barfuss mit einer Schaufel die Flammen ausschlug, war mit vollem Einsatz dabei. |
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bei einer der Nachbarfarmen (Tivoli wurde von diesem Feuer verschont), wurden etliche Hektar Weide vernichtet. Dennoch werde ich den schaurig-schönen Anblick der verbrannten Erde, der Flammen und der Rauchwolken sicher nie vergessen. |
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