Erläuterungen zu den Spotdiagrammen:
Schauen wir uns z.B. mal das Spotdiagramm eines 350mm f/11 Schmidt-Cassegrains an:

Die 4 Quadrate stellen die Form der Sternpunkte in hoher Vergrößerung bei verschiedenen Bildwinkeln dar. Das Quadrat links oben zeigt die Abbildung in der Bildmitte (IMA: 0.0MM). Die verschiedenen Farben stellen die unterschiedlichen Wellenlängen blau, grün und rot dar. Farbfehler lassen sich nun leicht erkennen.
Die Größe des Quadrates ist immer links oben in Mikrometer angegeben, in diesem Fall 250 Mikrometer = 0.25mm. Das Quadrat rechts unten zeigt die Abbildung 20mm außerhalb der optischen Achse (IMA: 20.0MM). Das entspricht der Ecke des Kleinbildformates, das einen Durchmesser von 40mm aufweist.
Man kann nun abschätzen, daß der Durchmesser der Unschärfe in der Bildecke des Kleinbildformates ca. 0.2mm entspricht. Bei einem 30x40cm Abzug vom Kleinbildformat hätte man also Sternpunkte mit ca. 2.2mm Durchmesser. Es gibt eine Regel, nach der die Spots nicht größer als 0.025mm sein dürfen. Obiges SC erfüllt diese Bedingung nicht.
Es ist immer sehr wichtig, daß Sie darauf achten, mit welcher Größe die Spotdiagramme skaliert sind - wie groß also die Quadrate sind. Wäre die Größe des Quadrates bei obigem Spotdiagramm nur 0.025mm, würde es sich um eine ausgezeichnete Abbildung handeln. Für wie große Bildfelder die Systeme gerechnet sind, erkennen Sie an den Werten unterhalb der Quadrate (IMA = ...)